Schallschalen I

Klanginstallation für zwei bis vier Resonanzschalen

Die Schallschalen bilden ein Ensemble von wahlweise zwei bis vier Klangobjekten, die in Schaufenstern oder freistehend im Raum arrangiert werden können. Obwohl als Klanginstallation konzipiert, sprechen die Schallschalen vornehmlich den Augensinn an. In den Objekten setzen mechanische Tieftöner kaum hörbare Bassfrequenzen in Vibrationen um und übertragen sie auf die Deckel der Schallschalen. Dadurch geraten auf den Deckeln abgelegte Gewürze unterschiedlicher Körnung in Bewegung. Durch die gezielte Beeinflussung von Frequenz und Lautstärke können die Bewegungsmuster der Gewürzkörner regelrecht choreografiert werden. So können sie fast unmerklich über die Oberfläche schleichen, in heftiger Schwingung über den Boden tanzen oder sich zu Schallknoten sortieren und an bestimmten Stellen anhäufen. So bilden die Schallschalen einen beweglichen Bildraum, der mit Hilfe von Klängen visuelle Struktur generiert, die in ihrer Morphologie Miniaturlandschaften gleichen kann oder bei starker Vibration an das Krabbeln von Ameisen erinnert.